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  Turk-Deutsch
  Die Geschichte
 

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Die mehr als 500.000 Jahre währende Eiszeit fiel in diese prähistorische Periode, die auch in Anatolien ihre Spuren hinterließ. Z. B. in den Höhlen Karain, Beldibi und Belbasi, die gegen Ende der Eiszeit (20000-8000 v. Chr.) benutzt wurden.
\r\n Das Neolithikum (8000-5000 v. Chr.)
\r\n Zu dieser Zeit begannen Menschen, Siedlungen zu errichten und Dinge anzufertigen. Aus dieser Zeit sind viele kleine Siedlungen bekannt. Zwei für ihre Epoche sehr fortschrittliche Siedlungen befinden sich in der Nähe des heutigen Konya, in Hacilar und Catalhöyük.
\r\n Das Chalkolithikum (5000-3000 v.Chr.)
\r\n Während dieser Periode wurden viele Gegenstände aus Kupfer hergestellt.
\r\n Die Bronzezeit (3000-2000 v. Chr.)
\r\n Als es gelang, aus der Verschmelzung von Kupfer, Zink und Zinn die Legierung “Bronze” herzustellen, lebte Anatolien auf. Die Stadt Troja 1 war das blühendste Zentrum. In der mittleren Bronzezeit (2500-2000 v. Chr.) ließ sich die Hatti-Zivilisation in Anatolien nieder.
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\r\n In den Jahren 2500-700 v. Chr. nannte man Anatolien auch Hatti-Land. Das Hatti-Volk hatte in Kunst, Kultur und Geschäften einen ganz eigenen Stil. Das Volk findet auch Erwähnung im Alten Testament, dort heißt es “Kheta”.
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\r\n Die Hethiter, ein indio-europäisches Volk, gründeten 1750 ihren eigenen Staat in Anatolien. Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. bestand das große hethitische Imperium, das sich die Weltvormacht mit den Ägyptern teilte.
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\r\n Ungefähr zeitgleich mit den Hethitern hatte sich in Ostanatolien der Stamm der Mitanni niedergelassen, der sich mit einer Sprache namens “Hurri” verständigte. Die gleiche Sprache wurde auch später von den Urartäern benutzt.
\r\n Die Troja 6-Kultur (1800-1275 v. Chr.)
\r\n Parallel zu den hethitischen Fürstentümern entwickelte sich in der Nähe Canakkales ein Königreich, Troja 6 genannt. Homer hat in dem Ilias-Epos diesem Königreich ein unsterbliches Denkmal gesetzt.
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\r\n Die ägäische Völkerwanderung und Anatoliens Besetzung durch die Balkanvölker um ca. 1200 v. Chr. löschten die bestehenden Kulturen aus. In der Eisenzeit (1200-700 v. Chr.) waren in Anatolien viele Völker vereinzelt ansässig. Die späten hethitischen Fürstentümer stellten ein kultiviertes Volk dar, welches im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. auf vielen Gebieten wegweisend war.
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\r\n Die Urartische Zivilisation blühte von 900 bis 600 v. Chr. Sie hatten sich in Ostanatolien, in der Nähe des Van-Sees, niedergelassen. Die Urartäer waren bekannt für Minenabbau und Bronzekunstwerke.
\r\n Die Phrygische Zivilisation (750-300 v. Chr.)
\r\n Die Phryger waren eines der Balkanvölker, die nach der Zerstörung von Troja 6 ins Land drängten. 725-675 v. Chr. vereinigte König Midas Mittel- und Südostanataloien zu einem einflussreichen Königreich.
\r\n Die Lydische, Karische und Lykische Zivilisationen (700-300 v. Chr.)
\r\n Obwohl die Sprache der Lyder aus der indioeuropäischen Sprachfamilie kommt, trägt sie doch einige typische Merkmale des Anatolischen. Während man über die karische Gesellschaft wenig weiß, haben die Lyker mit ihren großartigen Felsgräbern im südwestlichen Anatolien der Nachwelt ein wertvolles historisches Erbe hinterlassen.
\r\n Die Ionische Zivilisation (1050-300 v. Chr.)
\r\n Die Ionier, die 300 Jahre lang nur Landwirtschaft betrieben, entwickelten sich erst 800 v. Chr. zu einer modernen Gesellschaft und erlebten ihre Blütezeit in den Jahren 650-545 v. Chr.
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\r\n Ionische Philosophen legten die Grundsteine zu Wissenschaften wie Mathematik, Philosophie, Geometrie und Astronomie. Der Naturphilosoph Thales berechnete die Sonnenfinsternis am 28. Mai 585 v. Chr. im Voraus. Damit hatte er den ersten Schritt zu einer modernen wissenschaftlichen Forschung getan.
\r\n Die persische Vorherrschaft (545-333 v. Chr.)
\r\n Ab Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. bis 333 v. Chr., als Alexander der Große bei der Schlacht von Issos die Perser in die Flucht schlug, stand Anatolien unter der Herrschaft der persischen Kultur.
\r\n Die Hellenistische Periode (333-30 v. Chr.)
\r\n Nach der Befreiung von den Persern erhielten viele hellenistische Städte wieder ihre Unabhängigkeit, und die anatolische Halbinsel nahm in der Weltkunstgeschichte wieder einen Platz in den ersten Reihen ein.
\r\n Die Römische Periode (30 v. Chr.-395 n. Chr.)
\r\n Die Römer legten mit ihrer Baukultur eine große technische Fertigkeit und immenses Ingenieurwissen an den Tag. Noch heute sind viele der ehemaligen Städte zu besichtigen – selbst die Ruinen vermitteln dem staunenden Touristen einen Eindruck der damaligen Pracht.
\r\n Die byzantinische Ära (330 n. Chr.-1453)
\r\n Die byzantinische Kunst entstand nach der römischen Herrschaft in Anatolien. Die Stadt Konstantinopel, das heutige Istanbul, war in den Jahren 330-565 n. Chr. eines der wichtigsten Kunst- und Kulturzentren.
\r\n Die seldschukische Zivilisation (1071-1300 n. Chr.)
\r\n Die seldschukische war die erste türkische Zivilisation, die sich in Anatolien niederließ. Hatten frühere Eroberer immer nur einen Teil des Gebietes besetzt, waren es zuerst die Perser und später die Römer, die den Raum komplett besetzten und ihrem Reich angliederten.
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\r\n Wie zu römischen Zeiten hatten auch die Seldschuken die verschiedenen Gebiete mit guten Straßen verbunden und zahlreiche Brücken gebaut. Durchziehende Karawanen konnten in gut ausgestatteten Karawansereien und Herbergen übernachten.
\r\n Das Osmanische Reich (1299-1923)
\r\n Die Osmanen waren 600 Jahre lang wegweisend in der islamischen Welt.
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\r\n Die osmanischen Architekten der vielen Mausoleen, Medresen, Bibliotheken, Villen, Palästen, Bäder, Geschäftshäuser, Brücken und Wasserleitungen waren nicht nur großartige Künstler, sondern auch hervorragende Ingenieure.
\r\n Die türkische Republik
\r\n Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges gab es keine Imperien mehr. Unter der Führung von Mustafa Kemal Atatürk hatte man die besetzten Zonen befreit, ein Parlament gegründet und in den Lausanne-Verträgen die Türkei in ihren heutigen Grenzen bekannt gemacht.
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\r\n Am 9. September 1923 wurde die Republikanische Volkspartei gegründet, deren erster Vorsitzender Mustafa Kemal Atatürk war. Ziel der Partei war, das Land zu modernisieren und nach westlichem Standard neu aufzubauen. Um dem Staat eine zeitgemäße Form zu geben, wurde am 29. Oktober 1923 die Republik ausgerufen. Einstimmig wurde Mustafa Kemal Atatürk zum ersten Staatsminister der Türkei gewählt, welcher als ersten Ministerpräsidenten Ismet Inönü einsetzte.
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\r\n Vier Monate später wurden Angehörige des osmanischen Adels des Landes verwiesen, da ihre Anwesenheit mit den Grundsätzen einer Republik nicht mehr übereinstimmte. Andere Reformen folgten. Auf dem Gebiet der Frauenrechte wurden wichtige Schritte in Richtung Gleichberechtigung getan. Die Vielehe wurde veboten und eine standesamtliche Hochzeit wurde Pflicht. Das Scheidungsrecht wurde eingeführt. Die Frauen erhielten, lange vor vielen europäischen Ländern, das Recht zu wählen und gewählt zu werden, z. B. 1930 ins Stadtparlament, 1934 in den Ältestenrat der Dörfer und 1934 ins Regierungsparlament.
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\r\n Auf dem Gebiet der Sprache gab es eine Revolution: Das Erziehungs- und Bildungsministerium ließ von Fachleuten ein türkisches Alphabet mit lateinischen Schriftzeichen ausarbeiten, und ein entsprechendes Gesetz zum Gebrauch der neuen Schrift wurde am 1. November 1928 vom Parlament verabschiedet. 1931 wurden Gewicht- und Längenmaße dem europäischem Standard angepasst.
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\r\n Im Rahmen der Anstrengungen, einen modernen Staat zu schaffen, wurde 1928 der Paragraf, der den Islam als Staatsreligion nannte, aus den Grundgesetzen herausgenommen. 1937 wurde ergänzt, dass der türkische Staat ein laizistischer Staat sei.
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\r\n Als der dynamische, politisch einfühlsame und geschickte Diplomat am 10 .November 1938 aus dem Leben schied, hinterließ er eine Türkei im Aufbruch, ein Land dessen Grundbausteine für eine Demokratie er gelegt hatte und das jetzt nur noch in seinen Fußstapfen weiterzugehen hatte.
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\r\n Nach Atatürks Tod wurde Ismet Inönü zum zweiten Staatspräsidenten der jungen Republik gewählt. Die Folgen der Weltwirtschaftskrise versuchte Inönü mit seiner Staatspolitik in Grenzen zu halten. Sein größter politischer Erfolg war jedoch, die Türkei aus dem Zweiten Weltkrieg herauszuhalten.
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\r\n Die Studentenbewegungen der 68er, die von Frankreich aus wellenartig um die ganze Welt liefen, waren natürlich auch in der Türkei auf der Tagesordnung. Was anfänglich nur als eine Protestbewegung gegen das Hochschul-System und die bestehende Prüfungsordnung war, wandelte sich in einen ideologischen Kampf mit politischen Inhalten.
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\r\n In den Siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts hatten wirtschaftliche Probleme in der Türkei überhand genommen. Grundnahrungsmittel, Benzin und Propangas waren Mangelware geworden – der Schwarzmarkt blühte. Die Demirel-Regierung reformierte Gesetze und stärkte so die Wirtschaft.
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\r\n Bemerkenswert während der Achtziger Jahre waren die mutigen und resoluten Wirtschaftsreformen der Regierung Özal. Die Türkei entwickelte sich von einem Importland zu einem Exportland. Sie öffnete sich Europa. Gute Kontakte mit Mittelasien und Europa verhalfen der Türkei zu einem Touristenboom und einem guten Absatzmarkt für ihre Produkte.
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\r\n Nach Auflösung der Sovjetunion formierte sich im Juni 1992 die “Schwarzmeer-Wirtschaftsgemeinschaft”, deren Mitglieder die Türkei, der Kaukasus, die Balkanländer und alle anderen im Karadeniz-Becken befindlichen Völkergemeinschaften sind.
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\r\n In den Neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Türkei von Koalitionsregierungen in vielen Kombinationen regiert. Diese demokratische Vielfalt ist ein weiterer Schritt auf dem Weg in die Europäische Union.

 
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